Blendgranaten?

Die vor wenigen Tagen vorgestellte Initiative "Mein Österreich" (www.meinoe.at) schaffte es, binnen weniger Tage über 8000 Unterschriften zu sammeln. Prinzipiell wirken die aufgestellten Thesen und Forderungen grundvernünftig und fallen in die Kategorie »das musste mal gesagt werden!« Endlich ein paar Altpolitiker, die zu verstehen scheinen, worum es geht!

Oder?

Der erste Satz des dort vorgestellten Demokratiebegehrens lautet: »Wesentlichen Teilen der österreichischen Gesellschaft und, als ihr Spiegelbild, der österreichischen Politik fehlen Kraft, Mut und Innovationsgeist, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen zu bewältigen. « Aha, starker Tobak. Die österreichische Gesellschaft trägt also die Schuld an den derzeitigen Zuständen, deren Spiegelbild die Politik lediglich ist. Danke für die offenen Worte: nun ist klar, was man von uns, dem Souverän, hält.

Danach folgt eine Reihe von no-na-Forderungen.

So erfreulich das alles also auf den ersten Blick aussehen mag, ergibt sich doch die Frage: wieso haben die prominenten Protagonisten diese im Grunde doch eher trivialen Erkenntnisse erst jetzt? Und nicht, während sie im Amt waren und echte Gestaltungsmöglichkeiten hatten?

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