Acht Milliarden für Griechenland! Für Griechenland?

Quer durch die Medienlandschaft wird zur Zeit ein Bericht der "auf Kreditmärkte spezialisierten US-Beratungsfirma TF Market Advisors (TFMA)" weitergereicht, wonach 81 % der zur Abwendung des griechischen Staatsbankrotts erwarteten Hilfsgeldertranche umgehend wieder in die Taschen der nichtgriechischen Gläubiger für Zinsen und Tilgungszahlungen zurückfließen. Nur 19% also bleiben für den nationalen Haushalt übrig.

Die Meldung wird mit Kommentaren versehen, die vermuten lassen, es handle sich um eine weitere dramatische Facette der griechischen Tragödie.

Dennoch: Wenig überraschend!

Zwar beruht die Berechnung auf einigen (immerhin plausiblen) Annahmen, aber überhaupt: was sollte man denn erwarten, wenn ein so gut wie zahlungsunfähiger Schuldner frisches Geld in die Hand kriegt? Dass er es hauptsächlich weiter zur Bezahlung von Renten an 110-Jährige und an nie im Dienst anwesende Beamte verwendet?! Es sollte doch eigentlich klar sein, dass Hilfszahlungen zur Abwendung eines "Konkurses" in erster Linie dazu verwendet werden, Forderungen von Gläubigern zu bedienen.

Quellen unter anderem:
Wiener Zeitung
Wirtschaftsblatt
Deutsche Mittelstandsnachrichten
Neue Zürcher Zeitung

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