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»Österreich verliert Top Bonität AAA« Nun ist es also soweit, wirklich überraschen konnte es niemanden (der mit offenen Augen durchs Leben geht): Österreich hat seine AAA-Einstufung verloren. Wir warteten bewusst ein paar Tage zu.

Laut Wiener Zeitung gab es einen anhaltenden »Schock nach Verlust der Top-Bonität«. Doch wie sieht die Sache aus, wenn man etwas detaillierter nachhakt?

Bemerkenswert sind nämlich schon die Untertitel dieses Artikels:

  • Faymann und Spindelegger über Alleingang von S&P verwundert.
  • Nowotny sieht die Herabstufung als "Warnung".
  • Merkel ist "nicht vollkommen überrascht".

Wie passt das zu einem »Schock«?!

Westerwelle meinte übrigens in einer Pressekonferenz dazu (nicht auf Österreich bezogen): »Kaum gibt es Entspannung auf den Märkten, wird die nächste Anspannung herbeigerated.«

Doch auch hier stellt sich wenigstens eine Frage: Kann es nicht vielmehr so sein, dass Standard and Poor's darauf reagiert haben, dass die Regierungen bereits nach allerersten kleinen Anzeichen einer Entspannung offenbar zur Tagesordnung übergehen? Und zwar zu eben jener Tagesordnung, die eine Politik des alles andere als billigen Stimmenkaufs mit Schulden zu Lasten unserer Kinder und weiterer nachgeborener Generationen finanziert?

Auch was »Gespanntes Warten auf Urteil der Märkte« betrifft, gibt es erste Hinweise: der Yuan-Kurs (EUR/CNY) ist lt n-tv so schlecht wie seit 11 jahren nicht (siehe dazu auch die Kursseite der Financial Times Deutschland).

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