Der starke Arm des Konsumenten

Massentierhaltung
Photo: Die Bärenbande

"The Humane Society of the United States" ist die größte US-amerikanische Tierschutzorganisation. Sie hat elf Millionen Mitglieder.

Eine der aktuellen Aktionen der Gesellschaft ist der Kampf gegen die Haltung von Mutterschweinen in engen Boxen, in denen die Tiere sich kaum bewegen können.

Nun hat sich die größte und wahrscheinlich auch bekannteste Restaurantkette der Welt, McDonald's entschlossen, auf ihre Lieferanten einzuwirken, um neue Methoden der Haltung der Zuchtsauen zu finden.

So berichtet etwa die "New York Times", dass noch 60 bis 70 Prozent der über fünf Millionen Zuchtsauen in Boxen gehalten werden, dass aber große Lieferanten bereits den Druck, der durch die Konsumenten auf McDonald's ausgeübt und an die Zulieferer weitergegeben wird, spüren.

McDonald's kauft zwar nur gerade einmal ein Prozent der US-Produktion, aber der Einfluss des Branchenriesen ist weit größer und hat Vorbildwirkung auf den Wettbewerb innerhalb der Branche. Als das Unternehmen etwa schon 1999 die Bedingungen der Hühnerhaltung bei den Zulieferern zu hinterfragen begann, hat sehr bald die übergroße Mehrheit der Eierproduzenten ihren Tieren mehr Lebensraum bereitgestellt. Nun soll eine ähnliche Initiative den Zuchtsauen zugutekommen.

Was lernen wir daraus?

Konsumenten, gut informiert durch effektive Tierschutzorganisationen, sind durchaus in der Lage, gegen allen Lobbyismus der Produzenten (in diesem Fall der Schweinezüchter) und zwar auch ohne staatlichen Zwang, ihren Willen durchzusetzen.

Lesen Sie im Origoinal die Erklärung von McDonald's, die sowohl das bekannte "M", als auch das Logo der "Humane Society" im Briefkopf zeigt.

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