Die Presse: "Wie soll das Raubtier Staat das Raubtier Kapitalismus bändigen?"

Die Presse

Primarius Marcus Franz hat der "Presse" (10.5.2011) wieder einen lesenswerten Text zur Verfügung gestellt, in welchem er darauf hinweist, dass der Staat, "der immer eine grundsätzlich antikapitalistische Entität darstellt", ein ebenso gieriges Raubtier ist, wie der "Raubtier-Kapitalismus".

Sehr richtig macht er aufmerksam, dass der Kapitalismus an sich die Grundbedingung funktionierender Demokratien ist, weil er die Freiheit des Einzelnen erst ermöglicht. Das sei "nachzulesen bei Milton Friedman, Nobelpreisträger". Wir dürfen ergänzen: M. Friedman ist 1912 geboren, und die genannte Tatsache ist schon vor ihm nachzulesen, nämlich bei maßgeblichen Vertretern der Österreichischen Schule, zuerst bei Ludwig v. Mises (1922, "Die Gemeinwirtschaft") und dann bei dessen Schüler F.A. v. Hayek (auch Nobelpreisträger, 1974, also zwei Jahre vor M. Friedman). Der Monetarist (und "Chicago Boy") M. Friedman kann zwar als klassischer Liberaler angesehen werden, irrt aber (jedenfalls nach Meinung der Österreichischen Schule), was seine Geldtheorie betrifft.

Davon jedoch abgesehen stimmen wir voll mit Marcus Franz überein, wenn er dankenswerterweise eindringlich macht: Der einzige Ausweg aus diesem Staat-Kapitalismus-Raubtier-Dilemma "besteht darin, staatliche Strukturen so klein und gleichzeitig so effizient wie möglich zu halten. Diese Minimalstrukturen müssen die legistischen Voraussetzungen schaffen, unter denen die Finanzmärkte agieren dürfen."

Wir begrüßen daher seine Wortmeldung freudig und glauben, aus seinem sehr empfehlenswerten Text auch unser Motto herauslesen zu dürfen: "Weniger Staat!"

Sehr geehrter Besucher, wir laden Sie herzlich ein, Ihre Meinung, Kritik und/oder auch Fragen in einem Mail an uns (natürlich auch anonym) zu deponieren. Gültigen Absendern werden wir zügig antworten.