Griechenland

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Fallbeispiel Griechenland

Griechenland
Photo: Reuters

Heute eine Quelle, die sich sonst nicht unbedingt in den oberen Rängen unserer Nachlesen-Liste findet: Wikipedia. Aber der Artikel zur Griechischen Finanzkrise ist in seiner unbeschönten, aus wirtschaftlicher wie historischer Sicht unserer Meinung nach ebenso unaufgeregt wie korrekten Darstellung derart eindringlich, dass er uns die ¼h mehr als wert erscheint, gelesen zu werden.

"Kaputtsparen" oder "Gesundsparen"?

Das beliebte Schlagwort vom Kaputtsparen, das besonders die sozialdemokratischen Politiker und Interessenvertreter immer wieder warnend ins Treffen führen, wenn sie die harten Austeritymaßnahmen gegen die Staatsverschuldung in Europa kritisieren, hat in einem Standard-Interview auch András Szigetvari am 20. Jänner 2012 dem liberalen polnischen Politiker und "Marktreformer" Leszek Balcerowicz vorgehalten:

Acht Milliarden für Griechenland! Für Griechenland?

Quer durch die Medienlandschaft wird zur Zeit ein Bericht der "auf Kreditmärkte spezialisierten US-Beratungsfirma TF Market Advisors (TFMA)" weitergereicht, wonach 81 % der zur Abwendung des griechischen Staatsbankrotts erwarteten Hilfsgeldertranche umgehend wieder in die Taschen der nichtgriechischen Gläubiger für Zinsen und Tilgungszahlungen zurückfließen. Nur 19% also bleiben für den nationalen Haushalt übrig.

FAZ: Griechenland

FAZEin Zitat von http://www.schweizerfranken.eu vom 19. Juli: »Der ehemalige Chef-Volkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) und einer der Ziehväter des Euro, Ottmar Issing, sieht keine Zukunft für Griechenland in der Eurozone bei einem Schuldenschnitt. Sollte es zu einer Umschuldung kommen, müsse das Land den gemeinsamen Währungsraum verlassen, sagte Issing der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.«

Wir haben den Artikel für Sie gefunden; lesen sie, was das Beispiel Griechenland für den Rest Europas sein könnte: Ein heilsamer Schock

FTD: »Vom Schneeball zur Lawine«

Financial TimesEs sieht so aus, dass die derzeitige Strategie zur Rettung der Fast-Pleitestaaten mit einem Krach endet. Warum sollten die Griechen, Iren und Portugiesen jahrelang sparen, um die französischen und deutschen Bankensysteme zu stützen? Diese Fragen nebst Antworten präsentiert der Top-Ökonom Kenneth Rogoff in der deutschen Financial Times: »Vom Euro-Schneeball zur Lawine«. Auch die Nachfolgeartikel sind lesenswert (Verlinkungen im Text).

In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal auf jenen brillanten Aufsatz von Robert Nef verwiesen, den wir bereits vor genau einem Jahr vorgestellt hatten. Der Autor betrachtet dabei die Notwendigkeit, zwischen Engpässen und Sackgassen sorgfältig zu unterscheiden, und die Strategien - »mehr davon« oder doch »Umkehr« - entsprechend auszuwählen.

Warnsignale für Europa

Die Griechen trauen ihren Banken nicht mehr und ziehen immer mehr Geld ab.

Finanzielle Turbulenzen im Gefolge der Regierungskrise in Portugal würden im europäischen Bankensektor vor allem spanische Institute belasten.

Spanien wäre also nach Island, Griechenland und Portugal der nächste Dominostein, der umzufallen droht.

Ob die Konstruktion des "Euro-Schutzschildes" samt den vereinbarten Staatshaftungen, die jedes beteiligte Land beizutragen hat *), nicht letzten Endes alle Beteiligten in Turbulenzen bringen könnte?

*) Österreich leistet (auch diesmal im üblichen Verhältnis) etwa ein Zehntel des deutschen Beitrags.

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